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Russland

(An dieser Stelle werden einige Hinweise gegeben und Fragen zu oft gestellte Problematiken beantwortet. Da diese Ebene öfters der redaktionellen Bearbeitung unterliegt, empfiehlt es sich, hier des Цfteren mal hinein zu schauen)

Für viele ist der russische Markt dahingehend interessant, das dort ein potenzieller Markt für Produzenten und Händler vorhanden ist, welcher für Jahre einen wachsenden Absatz gewährleistet.
Viele bringen jedoch kein Verstдndnis dafür auf, dass die russische Föderation nicht mehr bereit ist, ihren eigenen Markt durch ausländische Produkte bedienen zu lassen und die eigenen Produktionskapazitäten müssen wegen mangelnden Absatz Bankrott anmelden.
Also werden Zollgesetze erlassen, welche dem Ziel dienen, das die ausländischen Produkte so teuer sind, das es sich kein ausländischer Produzent leisten kann, mit Dumpingpreisen auf den Markt zu gehen, um die örtlichen Produzenten in Absatzschwierigkeiten zu bringen (wie es bei der Vereinigung von Deutschland zu betrachten war).

Besonders schwierig wird es jetzt für Unternehmen, welche begonnen hatten, Ihre Produkte außerhalb der Russischen Föderation, zu produzieren und in der Russischen Föderation zu verkaufen. Es wurde eine "Vertriebsschiene" (Als Vertriebsnetz oder über einen Generalvertrieb) aufgebaut und die Produkte wurden zu einen Preis "X" verkauft. Nach Erhöhung der Zollsteuer, wird diese 100 %ig auf das Produkt aufgeschlagen. Der Verkaufspreis ist jetzt so hoch, das sich das Produkt kaum oder nur mit Verlust verkaufen lassen würde.
Wenn sich das Unternehmen erst zu diesen Zeitpunkt dazu entscheidet, eine Produktionsstätte in der Russischen Föderation zu errichten, entsteht eine Versorgungslücke zwischen den Lieferungen aus der deutschen Produktion bis zu dem Zeitpunkt, wo die ersten Produkte aus der Russischen Föderation , auf den Markt kommen.

In diesen Zeitraum verliert man einen großen Kundenstamm oder muss zu einer kostenaufwendigen Ausweichvariante greifen.

Erfahrungen haben gezeigt, das man in diesem Zeitraum, ca. 80% der Kunden (zu dem jeweiligen Produkt) verlieren kann.


Da sich dieser Umsatzverlust automatisch in der Bilanz des "deutschen oder europäischen" Unternehmen bemerkbar macht, geraten die Geschäftsführer, in eine sich überschlagende Panik und versuchen (da sie die Gepflogenheiten des russischen Marktes nicht richtig einschätzen können), die Investitionen unter falschen Voraussetzungen zu optimieren.
Stellt man sich die Frage, warum die Panik?
    Ein Geschäftsführer der sich konkret mit der Thematik des russischen Marktes beschäftigt, kennt die Situation des Marktes und beobachtet neben der wirtschaftlichen Situation des Landes, auch die Gesetzeslage und die in Vorbereitung oder in Bearbeitung befindlichen Gesetze.


Wenn also ein Unternehmen in diese Situation gekommen ist, das es von den Veränderungen der Zollgesetze überrascht wurde, ist dieses das beste Beispiel dafür, das man sich nicht ausreichend mit der Aufgabe identifiziert hatte, den Markt unterschätzt oder sich überschätzt hatte.


Um diesen Verlust so schnell wie möglich auszugleichen, werden Projekte ins Leben gerufen, und so genannte "Schnellschüsse" getätigt, welche zu großen Zeitverlusten (und somit auch zu unnötigen Kosten) führen.


Oft kann man feststellen, das Unternehmer, welche auf diesen Markt aktiv werden wollen, bei ihrer Vorgehensweise, von den ausgehen, was in Ihrem Heimatlande der Standard ist. Da man "so viel über die Russische Föderation gelesen hat und mal ein paar Tage dort war", denkt man, bzw. sind viele der Meinung, das man dort die Gesetze nicht einhalten brauch. Was jedoch schlimmer ist, das zusätzlich die Gesetze des Marktes aufs gröbste vernachlässigt werden.
Schwerpunkte sind hierbei einerseits die Gründungspahse des Unternehmens und anderseits die Vorbereitung des Absatzes der Produkte.
    In Vorbereitung der Gründungsphase wird zwar darüber nachgedacht, was man auf diesen Markt machen möchte, aber hierbei denkt man oft nur an die kurzfristigen Ziele, wie zum Beispiel: "So schnell wie möglich das Produkt herzustellen und zu verkaufen".
    Man gibt sich mit den kurzfristigen Zielstellungen zufrieden, ohne sich konkrete mittelfristige und erst gar nicht langfristige Ziele zu stellen, welche schon in der Vorbereitungsphase der Gründung, sich widerspiegeln sollten.

    - Wieso ist es bereits zu diesen Zeitpunkt so wichtig, mittel und langfristige Ziele zu berücksichtigen?

    Wie sollten sich die Ziele in der Gründungsphase widerspiegeln?



    Im weiteren stellt man oft fest, das man sich nicht ausreichend Gedanken darüber macht, wie diese zusätzliche Aufgabe in das Gesamtbild und in die Gesamtverantwortung des jeweiligen Bereiches eingeordnet werden kann oder soll.
    - Mit welchen Personal soll das Projekt realisiert werden?
    - Welche Qualifikationen werden benцtigt?
    - Welche Rechte und Pflichten soll dem vor Ort agierenden Personal zugesprochen werden?
    - Wie wird das, sehr häufig in Unternehmen vorhandene "Zweiunterschriftenprinzip" realisiert?
    - Welche gesetzliche Forderungen und örtliche Gepflogenheiten sind zu erfüllen, bzw. sind vor Ort üblich?
    - Welcher Abrechnungsmodus kann hier angewendet werden? - Wie kann man, ohne die vollen Kenntnisse über den Markt zu haben, die Arbeit des vor Ort agierenden Mitarbeiter kontrollieren und einschätzen?

    Welche Vertriebsstrategie wählen und warum sollte dieses bereits in der Gründungsphase berücksichtigt werden?

    Schon in dieser Phase, sollte man sich mit der Thematik des Vertriebes beschäftigen, selbst wenn man über eine "Vertriebsschiene" (für die Produkte, welche in Europa produziert werden) verfügt.
    - Was ändert sich, bzw. warum sollte sich an den Vertrieb etwas ändern? (Es geht doch von Deutschland aus, so einfach?!)
    Dieses allerdings unter Beachtung dessen, das man nie den realen Überblick hatte, wo wirklich die eigenen Produkte vertreten waren und wie die Kapazitäten des Marktes sind.
    Ob der Umsatz vielleicht noch zu steigern ist, wenn man sich intensiver selbst um den Vertrieb kümmert und sich nicht nur mit kleinen Umsдtzen (an den Möglichkeiten des Marktes gemessen), welche durch den Generalvertrieb realisiert wird, zufrieden gibt.
    - Soll der Vertrieb über den Großhandel, im Direktvertrieb oder kombiniert erfolgen?
    - Mit welchen Personal sollte der Vertrieb realisiert werden?
    - Welche Aktivitäten auf diesen Markt, lassen sich im Konzernverband (falls vorhanden) koordinieren?


(Diese Seiten werden ständig ergänzt. Sollten Sie Bedarf für die Beantwortung der hier angesprochenen oder spezielle Fragen haben, setzen Sie sich bitte direkt mit uns in Verbindung. Denn die Antworten sollten je nach der Spezifik des jeweiligen Unternehmens erfolgen und somit auf Ihr konkretes Vorhaben angepasst werden)